Taipei 101

Standort:

Taipei, Taiwan

Höhe:

509 Meter

Stockwerke über der Erde:

101

Baustart:

Juni 1999

Bauende:

Ende 2004

Fahrstühle:

63, ca. die Hälfte davon als Doppeldecker mit zwei Kabinen übereinander

Verbautes Material:

60.000 Tonnen Stahl, 5.360 km Telefonkabel, 100 km Wasserleitungen

Architekt:

C.Y. Lee & Partners

 

Taipei 101:

Der 660 Tonnen schwere Schwingungsdämper:

Das Atrium:

Fertigstellung:

Baustellenbilder:

Bilder vom Bau des Gebäudes Copyright Josef Gartner GmbH

 

Computergraphiken:

Eröffnungsfeier

Mit einer Opernaufführung und weiteren Festveranstaltungen wurde das höchste Gebäude der Welt offiziell eingeweiht. Zu diesem Ereignis hatten sich am 31.12.2004 viele Prominente in dem 508 Meter hohen Wolkenkratzer Taipei 101 in der taiwanesischen Hauptstadt eingefunden.
Die Party fand auf der Aussichtsplattform im 89. der insgesamt 101 Stockwerke statt. Präsident Chen Shui-bian sprach bei der Eröffnung von einem "Symbol für Taiwans Fortschritt und Wohlstand".

Mit seinen 508 Metern ist der Taipei 101 56 Meter höher als die Petronas Twin Towers in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur, die sieben Jahre lang den Rekord der höchsten Gebäude der Welt hielten.

Im Januar 2010 wurde das Taipei 101 vom Burj Khalifa mit seinen 824 Metern Höhe übertrumpft.

Silvesterfeier am Fuß des Taipei 101

Das Gebäude ist der traditionellen chinesischen Tempelarchitektur, der turmartig gestuften Pagodenform, nachempfunden und öffnet sich zur Spitze hin wie die Blüte einer Blume und symbolisiert damit den Wohlstand und die Vitalität der chinesischen Kultur. Der traditionellen chinesischen Philosophie folgt auch die Einteilung des Turmes in acht große Abschnitte, die jeweils acht Stockwerke beherbergen. Denn für Asiaten ist die Zahl acht eine Glückszahl.

Die 89. Etage hat eine verglaste Aussichtshalle und im 91. Stockwerk kann man an der frischen Luft das Panorama der Stadt genießen. Lediglich die Außenplattform des Shanghai World Financial Center wird noch höher liegen.

Die Aufzüge, die Besucher zum Aussichtsdeck im 89. Stock bringen, sind mit einer Geschwindigkeit von 1000 Metern in der Minute die schnellsten der Welt. Bis zum Aussichtsdeck benötigen die Lifte lediglich 39 Sekunden. Damit den Passagieren nicht das Trommelfell platzt, sind die Aufzüge luftdicht versiegelt und der Innendruck wird künstlich konstant gehalten.

 

Fertigstellung:

Baufortschritt 2003

Die Korken knallten am 12.09.2003, denn an diesem Tag war das Taipei 101, wie das Gebäude nun hieß, höher als die Petronas Twin Towers in Kuala Lumpur. Der Rekord wurde natürlich erst nach der Fertigstellung 2004 offiziell anerkannt. Der Antrag an das Council of Tall Buildings and Urban Habitat wurde noch am selben Tag gestellt.

Im Business-Zentrum der taiwanesischen Metropole, auch genannt Manhattan von Taipei, wuchs seit 1999 der mächtigste Turm der Welt in den Himmel, der nun auch das „Taipei Financial Center“ inklusive Taiwans Börse beheimatet.

Herausforderung Schwemmland

Schwingungsdämpfer

Der Grund in Taipei besteht aus sumpfigem Schwemmland, das erst in 60 Metern Tiefe in Fels übergeht, weshalb insgesamt 550 Pfeiler bis zu 80 Meter tief in den sumpfigen Boden getrieben wurden um dem Fundament Halt zu geben. Auf ihnen ruht der Wolkenkratzer nun wie ein Pfahlbau. In jeder achten Etage sind mächtige Querstreben, die den Kern mit den Säulen verbinden, eingezogen. Diese Streben füllen je ein ganzes Stockwerk aus. Insgesamt elf Etagen werden allein für Fluchträume, Wassertanks und Versorgungstechnik belegt.

Der weltgrößte Schwingungsdämpfer, eine 660 Tonnen schwere Stahlkugel, aufgehängt im 92. Stockwerk, soll die Schwingungen des Gebäudes bei Stürmen ausgleichen. Als Riesenpendel hält sie das Bauwerk im Lot. Die graue Stahlkugel wurde vergoldet und dient als Touristenattraktion.

 

Erdbeben während des Baus

Die Kräne vor dem Erdbeben

Ein Erdbeben der Stärke 6.8 erschütterte Taipei am 31.03.2002. Einen Tag darauf fragten die Offiziellen der Stadt sich ob es richtig war das höchste Gebäude der Welt ausgerechnet hier zu erbauen.

Während des Erbebens wurden zwei Kräne an der Spitze des bereits 60 Stockwerke hohen Gebäudes aus den Verankerungen gerissen und fielen in die Tiefe. Fünf Bauarbeiter kamen ums Leben, darunter auch die beiden Kranführer, die in ihren Führerhäuschen keine Chance zum überleben hatten.

Nach dem Erdbeben

Mit den Kränen fielen auch Stahlträger und Zementtrümmer zu Boden, die 10 Menschen verletzten und mehrere Fahrzeuge zerstörten.

Taiwan sitzt auf zwei sich bewegenden Erdplatten und wird von mehreren tausend Erdbeben im Jahr erschüttert. Im September 1999 starben 2.378 Menschen bei einem Erdbeben der Stärke 7,6. Die meisten Bewegungen finden jedoch tief unter dem Meer statt, wo sie keinen Schaden anrichten.

Nachdem das Gebäude gründlich untersucht wurde, beschloss die Stadt unverändert an den 101 Stockwerken festzuhalten. Die Untersuchungen hatten gezeigt, dass das Gebäude nicht allzu stark beschädigt wurde.

 

Die Deutsche Fassade

Fassadenteile

Fassaden "Made in Germany" sind auch in Fernost gefragt. Die Josef Gartner GmbH aus dem bayerischen Gundelfingen erhielt den Auftrag die Fassade des neuen Super-Towers zu fertigen. Als einer der international führenden Fassadenhersteller arbeitete die Firma bereits am viert höchsten Gebäude der Welt, dem Jin Mao Building in Shanghai.

Insgesamt 17.000 Fassadenelemente wurden montiert und ragen bis zu einer Höhe von 508 Metern in den Himmel.

Nach den Anschlägen in New York wird die Sicherheit von Hochhäusern weiter verbessert, deshalb wurden die Fassaden einem extremen Härtetest ausgesetzt. Aber nicht nur aus diesem Grund. Der Taipei Financial Center entstand ausgerechnet in Taiwan, inmitten einer der aktivsten Taifun- und Erdbebenregionen.

Damit man mögliche Unfälle in Folge von Naturkatastrophen ausschließen kann, unterzogen die Gundelfinger ihre Fassaden massiven Belastungstests. Der schwierigste: Ein 2000 PS starker Flugzeugmotor simuliert einen Taifun mit Windstärke 13. Künstlicher Regen wird auf die Scheiben gespritzt. Das Spezialglas darf nicht brechen. Der Rahmen und die Dichtungen dürfen keinen Tropfen durchlassen, dem Sturm keinen Angriffspunkt bieten.

Das die Tests nötig sind, zeigte das Erdbeben vom 31. März 2002, dem die bereits montierte Fassade der unteren Stockwerke standhielt.

 

Die Planungsphase

Das Atrium

Das Taipei Financial Center wurde in Taipeis neuem Geschäftsviertel errichtet, in unmittelbarer Nähe zur gerade erbauten City Hall. Es handelt sich um einen reinen Büroturm, den die Taipei Financial Centre Corp. nach Plänen der Architekten C.Y. Lee & Partners, ebenfalls aus Taipei, errichten lies.

Schon 2003 hat das Taipei Financial Center (Jetzt Taipei 101) alle vier Disziplinen um das höchste Gebäude der Welt für sich entschieden (siehe auch: Top10 Heute). Erreicht werden diese Werte, da die 60 Meter lange Antenne die Form einer Zinne erhielt und damit genau wie bei den Petronas Twin Towers zur strukturellen Höhe des Gebäudes gehört.

Ursprünglich war das Gebäude 1997 mit 66 Stockwerken geplant worden. Um jedoch auch die Börse Taiwans aufnehmen zu können, wurde der Plan auf 88 Stockwerke verändert. Neue geplante Höhe damals 422 Meter. Im Januar 1999 wurden die Planungen erneut verworfen und das Gebäude für 101 Stockwerke (daher auch der neue Name) und 508 Meter Höhe neu entworfen.

Taipei Stadt hat den Grund für das Gebäude gestiftet. Dafür wird das Gebäude nach 50 Jahren Führung durch die Taipei International Financial Building Co., einem Konsortium aus internationalen Investoren, an die Stadt übergeben werden.

Mit dem Bau wurde im Juni 1999 begonnen.

 

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